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Proscar - gegen Benigne Prostatahyperplasie
Produktbeschreibung
Die gutartige Prostatavergrößerung ist die häufigste Ursache für Blasenentleerungsstörungen beim Mann. Das Prostatagewebe wächst dabei stark an und drückt auf die Harnröhre.
Das Wachstum wird durch eine Hormonverschiebung ausgelöst - dabei spielt das männliche Sexualhormon Dihydrotestosteron eine große Rolle. Dihydrotestosteron (DHT) wird im Körper aus Testosteron hergestellt und fördert besonders stark das Wachstum der Prostatazellen.
Zusatzinformation
| Hersteller | Merck |
| Produkt-URL Hersteller | www.proscar.com |
| Wirkstoff | Finasterid |
Fachinformation
Proscar Zusammensetzung
Wirkstoff: Finasteridum.
Hilfsstoffe: Color E 132, Excipiens pro compresso obducto.
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
Tabletten zu 5 mg Finasteride.
Indikationen/Anwendungsmoeglichkeiten
Benigne symptomatische Prostatahyperplasie.
Dosierung/Anwendung
Die empfohlene Dosierung beträgt eine Tablette Proscar (5 mg Finasteride) täglich, vor, während oder nach einer Mahlzeit.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Niereninsuffizienz
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich, da Studien bei Patienten mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz (bis hinunter zu einer Kreatinin-Clearance von 9 ml/min/1,73 m²) keinerlei Hinweise auf eine relevante Veränderung der Kinetik von Finasteride erbrachten.
Daten bei Leberinsuffizienz sind nicht vorhanden.
Geriatrie
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich. Die Elimination von Finasteride ist bei ueber 70-jährigen nur geringfuegig vermindert.
Kontraindikationen
Proscar ist fuer Frauen und Kinder nicht indiziert.
Proscar ist kontraindiziert:
bei Überempfindlichkeit gegen irgendeine Komponente des Präparats;
in der Schwangerschaft: bei bestehender oder moeglicher Schwangerschaft (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»: «Finasteride-Exposition» und «Schwangerschaft/Stillzeit»).
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Generell
Patienten mit grossem Restharnvolumen und/oder schwerwiegend eingeschränktem Harnfluss sollten sorgfältig auf eine obstruktive Uropathie (akute oder chronische Harnverhaltung) ueberwacht werden.
Beim Absetzen von Proscar kann sich die Prostata wieder auf die Groesse vor der Behandlung zurueckentwickeln. Deshalb sollten die Patienten entsprechend auf das Wiederauftreten von symptomatischer BPH ueberwacht werden.
Finasteride-Exposition
Proscar Tabletten sind beschichtet und damit wird der Kontakt mit dem Wirkstoff bei normaler Handhabung verhindert, ausgenommen die Tabletten sind zerdrueckt oder zerbrochen. Frauen sollten keine zerdrueckten oder zebrochenen Proscar Tabletten handhaben wenn sie schwanger sind oder schwanger werden koennten wegen der moeglichen Absorption von Finasteride und des moeglichen Risikos fuer einen männlichen Fetus (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).
Wirkung auf PSA und Prostatakarzinomdetektion
Bei Patienten mit Prostatakrebs, welche mit Finasteride behandelt wurden, wurde bis heute kein klinischer Nutzen beobachtet. Patienten mit BPH und erhoehten PSA-Werten wurden in kontrollierten klinischen Studien mit wiederholten PSA-Tests und Prostatabiopsien ueberwacht. In diesen Studien beeinflusste Proscar die Rate der Prostatakarzinomerkennung nicht. Zwischen Proscar und Placebo gab es beim Auftreten von Prostatakarzinomen keinen signifikanten Unterschied.
Es wird empfohlen, vor Therapiebeginn mit Proscar und regelmässig während der Behandlung digitale Rektaluntersuchungen wie auch andere Abklärungen zur Erkennung von Prostatakrebs durchzufuehren. Auch die Serum-PSA-Bestimmung wird zur Prostatakrebserkennung benutzt.
Normalerweise erfordert ein PSA-Wert von >10 ng/ml (Hybritech) weitere Untersuchungen und allenfalls eine Biopsie; bei PSA-Werten zwischen 4 und 10 ng/ml scheinen weitere Untersuchungen bereits ratsam.
Es gibt aber eine deutliche Überschneidung bei den PSA-Werten unter Männern mit oder ohne Prostatakarzinom. Deshalb schliessen PSA-Werte im Normbereich bei Männern mit BPH ein Prostatakarzinom nicht aus, unabhängig von einer Behandlung mit Finasteride.
Insbesondere schliesst ein PSA-Wert von <4 ng/ml ein Prostatakarzinom nicht aus.
Bei Patienten mit BPH bewirkt Proscar eine Abnahme der PSA-Konzentrationen im Serum um ca. 50%, dies auch in Gegenwart von Prostatakrebs. Diese Senkung der Serumwerte von PSA bei Patienten mit BPH unter Behandlung mit Proscar sollte bei der Beurteilung von PSA-Werten mit einbezogen werden, auch schliesst diese einen gleichzeitigen Prostatakrebs nicht aus. Diese Senkung ist ueber den gesamten Bereich der PSA-Werte vorhersehbar, obschon das Ausmass bei einzelnen Patienten variieren kann. Die Analyse der PSA-Daten von mehr als 3000 Patienten in der doppelblinden, placebo-kontrollierten 4-Jahres-Studie (PLESS) bestätigte, dass bei Patienten, die 6 Monate oder länger mit Proscar behandelt wurden, ueblicherweise PSA-Werte im Vergleich zu den Normwerten unbehandelter Männern verdoppelt werden muessen.
Dank dieser Anpassung bleiben die Empfindlichkeit und Spezifität des PSA-Tests und damit dessen Nutzen bei der Erkennung eines Prostatakarzinoms erhalten.
Jegliche andauernde Erhoehung von PSA-Werten bei Patienten unter Therapie mit Proscar sollte sorgfältig evaluiert werden, einschliesslich der Moeglichkeit fehlender Compliance im Hinblick auf die Behandlung mit Proscar.
Der Prozentanteil von freiem PSA (Verhältnis frei/Gesamt-PSA) wird durch Proscar nicht signifikant gesenkt. Das Verhältnis von freiem zu Gesamt-PSA bleibt auch unter dem Einfluss von Proscar konstant. Wenn der Prozentanteil von freiem PSA zur Erkennung eines Prostatakarzinoms verwendet wird, ist keine Anpassung des Wertes notwendig.
Interaktionen des Medikaments im Labortest
Wirkung auf die PSA-Werte
Serum-PSA-Werte sind mit dem Alter des Patienten und dem Volumen der Prostata korreliert; das letztere auch mit dem Alter des Patienten. Wenn Laborwerte von PSA beurteilt werden, sollte beachtet werden, dass PSA-Werte unter Behandlung mit Proscar gesenkt werden. Bei den meisten Patienten wird während der ersten Monate der Behandlung eine rasche Abnahme der PSA-Werte beobachtet, nachher stellt sich eine Stabilisierung auf neue Werte ein. Diese neuen PSA-Werte entsprechen etwa der Hälfte der Werte vor der Behandlung. Aus diesem Grunde sollten die PSA-Werte bei Patienten, welche während mindestens 6 Monaten mit Proscar behandelt wurden, zum Vergleich zu den Normwerten unbehandelter Männern verdoppelt werden. Zur klinischen Interpretation siehe Vorsichtsmassnahmen, Wirkung auf PSA und Prostatakarzinomentdeckung.
Kinder
Proscar ist nicht indiziert bei Kindern.
Interaktionen
Beim Menschen wurden Propranolol, Digoxin, Glibenclamid, Warfarin, Theophyllin und Phenazon auf ihre moeglichen Interaktionen mit Proscar ueberprueft. Dabei wurden keine klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen beobachtet. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Proscar die arzneistoffmetabolisierenden Enzyme des Cytochrom-P450-Systems beeinträchtigt.
Andere gleichzeitige Behandlungen
Obschon keine spezifischen Interaktions-Studien durchgefuehrt wurden, wurde Proscar in klinischen Studien gleichzeitig mit ACE-Inhibitoren, Acetaminophen, Acetylsalicylsäure, Alpha-Blockern, Beta-Blockern, Calcium-Antagonisten, Nitrat-Herzmitteln, Diuretika, H 2 -Antagonisten, HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren, nichtsteroidhaltigen Entzuendungshemmern, Chinolonen und Benzodiazepinen ohne Hinweis auf klinisch relevante Interaktionen verabreicht.
Schwangerschaft/Stillzeit
Es gibt keine Indikation von Proscar bei Frauen. Wird von einer Schwangeren Proscar eingenommen, koennte es aufgrund des Wirkmechanismus bei einem männlichen Fetus zu Anomalien der äusseren Geschlechtsorgane kommen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Präklinische Daten»).
Da Proscar bei Frauen nicht indiziert ist, ist nicht bekannt, ob Finasteride in die Muttermilch uebergeht.
Wirkung auf die Fahrtuechtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Es gibt keine Hinweise darauf, dass Proscar die Fahrtuechtigkeit oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.
Unerwuenschte Wirkungen
In der PLESS-Studie, einer placebo-kontrollierten Studie von 4 Jahren Dauer, wurden 3040 Patienten bezueglich Sicherheit ausgewertet. Die folgenden Nebenwirkungen wurden vom Untersucher als moeglicherweise, wahrscheinlich oder sicher auf das Medikament zurueckgefuehrt und traten mit einer Häufigkeit von mehr als 1% und häufiger als unter Placebo ueber die Dauer von 4 Jahren auf:
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Jahr 1 Jahr 2-4
----------------------------------------------------
Proscar Placebo Proscar Placebo
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Impotenz 8,1% 3,7% 5,1% 5,1%
Verminderte 6,4% 3,4% 2,6% 2,6%
Libido
Ejakulations- 0,8% 0,1% 0,2% 0,1%
stoerungen
Verringerte 3,7% 0,8% 1,-5% 0,-5%
Ejakulatmenge
Brustvergroes- 0,-5% 0,1% 1,8% 1,1%
serung
Brustempfindlich- 0,4% 0,1% 0,7% 0,3%
keit
Hautausschlag 0,-5% 0,2% 0,-5% 0,1%
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Bei den placebo-kontrollierten Phase III-Einjahresstudien und der 5-Jahresverlängerung (853 Patienten ueber 5-6 Jahre) wurde ein mit PLESS vergleichbares Nebenwirkungsprofil festgestellt.
Es gibt keine Hinweise auf vermehrte Nebenwirkungen bei längerer Behandlungsdauer. Die Häufigkeit von medikamentbezogenen Nebenwirkungen auf die Sexualfunktion nahm während der Dauer der Behandlung sogar ab.
Die folgenden zusätzlichen Nebenwirkungen wurden nach der Markteinfuehrung des Medikaments beobachtet: Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Pruritus, Urticaria, Schwellung von Lippen und Gesicht, Hodenschmerzen.
Überdosierung
Einzeldosen bis zu 400 mg Finasteride und fortgesetzte Verabreichung von bis zu 80 mg täglich ueber 3 Monate blieben beim Menschen ohne Nebenwirkungen.
Eine Empfehlung zur spezifischen Behandlung einer Überdosierung von Proscar kann nicht gegeben werden.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code: G04CB01
Proscar (Finasteride, MSD), ein synthetisches 4-Azasteroid, ist ein spezifischer, kompetitiver Hemmer der Typ-II 5 a -Reduktase, eines intrazellulären Enzyms, welches die Umwandlung von Testosteron zum wirksameren Androgen Dihydrotestosteron (DHT) katalysiert. Bei der benignen Prostatahyperplasie (BPH) ist die Vergroesserung der Prostata abhängig von der Umwandlung von Testosteron zu DHT innerhalb der Prostata. Proscar reduziert das zirkulierende und das intraprostatische DHT. Finasteride hat keine Affinität zum Androgen-Rezeptor.
Proscar behandelt und kontrolliert die symptomatische benigne Prostatahyperplasie (BPH) und bewirkt die Prävention von urologischen Ereignissen, senkt das Risiko des Auftretens akuter Harnverhaltung und das Risiko fuer operative Eingriffe einschliesslich transurethraler Resektion der Prostata (TURP) und Prostatektomie. Proscar verkleinert die vergroesserte Prostata, verbessert den Harnfluss und verbessert die BPH-assoziierten Symptome.
In der Proscar Langzeit- und Sicherheitsstudie (PLESS) wurde die Wirkung der Therapie mit Proscar auf BPH-bedingte urologische Ereignisse (operative Eingriffe [transurethrale Resektion der Prostata bzw. Prostatektomie] oder Katheterisierung nach akuter Harnverhaltung) ueber 4 Jahre an 3016 Patienten mit mittleren bis schweren BPH -Symptomen ermittelt. In dieser doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Multizenter-Studie reduzierte die Behandlung mit Proscar das Risiko aller urologischen Ereignisse um 51% und war mit einer deutlichen und andauernden Regression des Prostatavolumens, einer anhaltenden Steigerung der maximalen Harnflussrate und einer Verbesserung der Symptome assoziiert.
Eine Meta-Analyse der Jahresdaten von 7 doppelblind, placebo-kontrollierten Studien vergleichbaren Designs, die insgesamt 4491 Patienten mit symptomatischer BPH umfassten, zeigte, dass bei Patienten unter Behandlung mit Proscar die Symptomverbesserung und der Grad der Verbesserung der Harnflussrate bei Patienten mit vergroesserter Prostata (ca. 40 cc und groesser) ausgeprägter war. Diese Studiendaten zeigen, dass Proscar die Progression der BPH bei Männern mit einer vergroesserten Prostata rueckgängig macht.
Pharmakokinetik
Die absolute Bioverfuegbarkeit von Finasteride beträgt etwa 80% und wird durch Nahrungszufuhr nicht beeinflusst. Maximale Plasmakonzentrationen von Finasteride werden ca. zwei Stunden nach Einnahme erreicht, die Resorption ist nach 6-8 Stunden abgeschlossen. Die durchschnittliche Plasma-Eliminations-Halbwertszeit beträgt sechs Stunden. Die Proteinbindung beträgt ca. 93%. Die Plasma-Clearance beträgt ca. 165 ml/min und das Verteilungsvolumen 76 Liter.
Eine Mehrfachdosis-Studie zeigte eine langsame Akkumulierung kleinster Mengen von Finasteride. Bei einer täglichen Dosis von 5 mg betragen die Steady-state Plasma-Konzentrationen ca. 8-10 ng/ml und bleiben stabil.
Die maximale Plasma-Konzentration (C max ) bei einer täglichen Dosis von 5 mg betrug fuer 45- bis 60-jährige Patienten 46,2 ng/ml und fuer 70-jährige Patienten 48,4 ng/ml.
Die minimale Plasma-Konzentration (C min ) bei einer täglichen Dosis von 5 mg betrug fuer 45- bis 60-jährige Patienten 6,2 ng/ml und fuer 70-jährige Patienten 8,1 ng/ml.
Obwohl bei Männern, die ueber eine 7- bis 10-Tages-Periode mit Finasteride behandelt wurden, Finasteride im Liquor nachgewiesen werden konnte, scheint sich die Substanz dort nicht präferentiell zu konzentrieren. Finasteride konnte auch in der Samenfluessigkeit von Probanden nachgewiesen werden, welche Proscar 5 mg/Tag erhalten hatten. Die Menge von Finasteride in der Samenfluessigkeit entspricht weniger als 1/50-1/100 einer 5 mcg Finasteride Dosis, die keinen Effekt auf die zirkulierenden DHT-Spiegel bei Männern hatte.
Nach oraler Verabreichung von 14 C-Finasteride wurden 39% der Dosis mit dem Urin in Form von Metaboliten ausgeschieden (im Urin wurde praktisch kein unverändertes Finasteride ausgeschieden) und 57% der Gesamtdosis wurden mit den Fäzes ausgeschieden. In dieser Studie wurden zwei Metaboliten von Finasteride identifiziert, die nur eine geringe Hemmwirkung auf die 5 a -Reduktase aufweisen.
Mit zunehmendem Alter verringert sich die Eliminationsrate geringfuegig und die Halbwertszeit verlängert sich von einem Durchschnittswert von ca. sechs Stunden bei 18- bis 60-jährigen bis auf ca. acht Stunden bei ueber 70-jährigen Männern. Diese Befunde sind ohne klinische Relevanz und eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Bei Patienten mit chronischer Nierenschädigung, deren Kreatinin-Clearance zwischen 9 und 55 ml/min/1,73 m² lag, war die Verfuegbarkeit von 14 C Finasteride vergleichbar mit jener bei gesunden Probanden. Auch bei der Proteinbindung gab es keine Unterschiede. Ein Teil der Metaboliten, die normalerweise mit dem Urin ausgeschieden werden, wurde mit den Fäzes ausgeschieden. Die vermehrte Ausscheidung ueber die Fäzes kompensiert offenbar die verminderte Ausscheidung der Metaboliten ueber die Nieren. Eine Dosisanpassung bei nicht dialysepflichtigen Patienten mit Niereninsuffizienz ist nicht erforderlich.
Daten bei Leberinsuffizienz sind nicht vorhanden.
Präklinische Daten
Die pränatale Finasteride-Exposition während der Organgenese fuehrte bei der männlichen Ratte der F-1 Generation zu verkuerztem Anogenitalabstand, Missbildungen der externen Genitalien, Hypospadien, transienten Mamillen und zur Abnahme des Prostatagewichts.
Sonstige Hinweise
Beeinflussung diagnostischer Methoden
Bei der Beurteilung von PSA-Werten ist zu beachten, dass diese bei Patienten, welche mit Proscar behandelt werden, erniedrigt sind (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» - «Wirkung auf PSA und Prostatakarzinomdetektion»).
Bezueglich anderer Laborparametern konnte kein Unterschied zwischen der Verum- und der Placebo-Gruppe festgestellt werden.
Haltbarkeit
Das Präparat ist lichtgeschuetzt, unter 30 °C und fuer Kinder unerreichbar aufzubewahren.
Bitte Verfalldatum (Exp.) beachten.
Patienteninformation
Was ist Proscar und wann wird es angewendet?
Proscar ist ein Arzneimittel zur Behandlung der gutartigen Prostatavergroesserung (Benigne Prostatahyperplasie/Prostata = Vorsteherdrüse des Mannes).
Proscar darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.
Was sollte dazu beachtet werden?
Gutartige Prostatavergroesserung ist eine verbreitete, mit zunehmendem Alter haeufiger werdende Krankheit, die sich über viele Jahre langsam entwickelt. Bei fortgeschrittener Vergroesserung der Prostata koennen Beschwerden beim Wasserloesen und im Bereich der Blase auftreten. Typisch dafür sind: Verzoegerung zu Beginn der Blasenentleerung, Nachtroepfeln nach dem Wasserloesen, verminderte Staerke des Harnstrahls, ein- bis mehrfache Unterbrechungen im Harnfluss waehrend des Wasserloesens, Gefühl der unvollstaendig entleerten Blase, Schmerzen und Brennen waehrend des Wasserloesens, notwendiges Pressen zur Ingangsetzung des Harnflusses, nasse Kleider, dringendes Bedürfnis Wasser zu loesen, vermehrtes Wasserloesen bei Tag und bei Nacht und naechtlicher Harndrang. Bekannte Komplikationen einer unbehandelten gutartigen Prostatavergroesserung sind: wiederholt auftretende Harnwegsinfektionen, Nierenversagen, akute Harnverhaltung und dadurch bedingte chirurgische Eingriffe.
Proscar beeinflusst die Ursache des krankhaften Prostatawachstums. Es vermag die vergroesserte Prostata zu verkleinern und damit die oben erwaehnten Beschwerden zu verbessern. Eine gutartige Prostatavergroesserung entwickelt sich über eine laengere Zeit, deshalb erfordert die Rückbildung der vergroesserten Prostata in der Regel eine lange Therapie mit Proscar, obwohl in manchen Faellen eine rasche Besserung der Symptome beobachtet werden konnte.
Unabhaengig davon, ob Sie eine Verbesserung oder Änderung Ihrer Symptome beobachten, kann die Therapie mit Proscar das Risiko für eine ploetzliche Harnverhaltung oder für einen operativen Eingriff senken.
Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin. Beim Absetzen von Proscar kann sich die Prostata wieder vergroessern und die Symptome der benignen Prostatahyperplasie koennen wieder auftreten. Suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin für regelmaessige Kontrolluntersuchungen auf.
Proscar kann die Resultate einer Blutuntersuchung, den sogenannten PSA-Test beeinflussen. Wenn bei Ihnen ein PSA-Test durchgeführt wird, weisen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darauf hin, dass Sie Proscar einnehmen.
Wann darf Proscar nicht angewendet werden?
Nehmen Sie Proscar nicht ein, wenn Sie auf irgendeinen der Inhaltsstoffe überempfindlich (allergisch) reagieren.
Proscar darf nicht von Frauen und Kindern eingenommen werden.
Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Proscar Vorsicht geboten?
Berichten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin über alle medizinischen Probleme, die Sie haben oder früher gehabt haben, sowie über Ihnen bekannte Allergien.
Frauen im gebaehrfaehigen Alter sollten den Kontakt mit Proscar durch Anfassen von zerbrochenen Tabletten vermeiden, da wegen der moeglichen Aufnahme des Wirkstoffs waehrend einer Schwangerschaft die normale Entwicklung der aeusseren Geschlechtsorgane eines maennlichen Kindes beeintraechtigt werden kann. Proscar Tabletten sind beschichtet, bei normaler Handhabung ist kein Kontakt mit dem Wirkstoff moeglich, ausser die Tabletten sind zerdrückt oder zerbrochen.
Proscar geht normalerweise keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ein. Informieren Sie jedoch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin immer über alle Medikamente, die Sie gerade einnehmen oder einzunehmen gedenken, auch über solche, die Sie ohne Rezept erhalten.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder aeusserlich anwenden!.
Darf Proscar waehrend einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?
Proscar darf nicht von Frauen eingenommen werden.
Wie verwenden Sie Proscar?
Die übliche Dosierung betraegt eine Tablette Proscar taeglich, vor, waehrend oder nach einer Mahlzeit.
Nehmen Sie Proscar einmal taeglich wie vorgeschrieben ein. Sollten Sie trotzdem einmal eine Dosis vergessen, so nehmen Sie keine Extradosis ein. Nehmen Sie einfach Ihren üblichen Einnahmeplan von einer Tablette pro Tag wieder auf.
Sollten Sie zu viele Tabletten aufs Mal eingenommen haben, so setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung des Arzneimittels. Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin (siehe auch Kapitel «Was sollte dazu beachtet werden?»).
Welche Nebenwirkungen kann Proscar haben?
Folgende Nebenwirkungen koennen bei der Einnahme vonProscar auftreten:
Gelegentlich beobachtete unerwünschte Wirkungen, deren Ursache als moeglicherweise, wahrscheinlich oder sicher mit dem Praeparat in Verbindung gebracht wurde, waren: Impotenz, abnehmende Libido [Geschlechtstrieb] und Änderungen oder Probleme mit der Ejakulation wie vermindertes Ejakulat-Volumen.
Nach laengerer Einnahme von Proscar verschwanden diese unerwünschten Wirkungen in einigen Faellen, wenn die Symptome andauerten, waren sie beim Absetzen gewoehnlich reversibel.
Selten wurde über Druckempfindlichkeit und/oder Vergroesserung der Brust, oder Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung der Lippen oder des Gesichts und Hodenschmerzen berichtet.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Das Medikament soll für Kinderhand unerreichbar aufbewahrt werden.
Das Medikament soll in der Originalverpackung vor Licht geschützt bei unter 30 °C aufbewahrt werden.
Das Medikament darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Proscar enthalten?
Eine Tablette Proscar enthaelt als Wirkstoff 5 mg Finasteride.
Blauer Farbstoff: Indigotin (E 132) sowie weitere Hilfsstoffe.

